Das Sophie-Scholl-Gymnasium – Eine Schule für Mädchen

 

„An einer Mädchenschule kannst du lernen, dass es keine Grenzen für Frauen gibt. Frauen können alles, alles. Es gab nichts, was wir nicht machten. Wir waren alle sehr selbstbewusst.“

 

So äußert sich die Kinderbuchautorin Cornelia Funke („Wilde Hühner“, „Tintenherz“) über ihre eigene Schulzeit an einer Mädchenschule. Cornelia Funkes Tochter besuchte ebenfalls eine Mädchenschule, denn die Mutter wollte nicht, dass sich nette Mädchen jedes Mal in unselbständige Zicken verwandelten, sobald Jungs in der Nähe waren.

 

Täglich erleben Schülerinnen und Lehrkräfte, wie sich die Lernatmosphäre am Sophie-Scholl-Gymnasium von der an koedukativen Schulen unterscheidet. Eine ruhige und konzentrierte Arbeitsatmosphäre ist die Regel. Innerhalb der Klassen bildet sich oft eine starke solidarische Klassengemeinschaft. Gegenseitige Wertschätzung und ein respektvoller Umgang der Schülerinnen untereinander sind uns sehr wichtig. Dadurch beteiligen sich die Schülerinnen ungezwungen und selbstbewusst am Unterricht und engagieren sich gerne in den vielen Projekten und Veranstaltungen, die unseren Schulalltag prägen.

 

Die gelebte Gemeinschaft der Mädchen zeigt sich im abwechslungsreichen Angebot der Tutorinnen, mit dem den neuen Fünftklässlerinnen das Einleben an unserer Schule erleichtert wird und in unserem schulischen Nachhilfeprogramm „Schülerinnen helfen Schülerinnen“. Unsere aktive SMV und die vielfältigen Arbeitskreise bieten allen interessierten Schülerinnen viele Möglichkeiten, sich mit ihren Ideen in das Schulleben einzubringen.

 

Welche Vorteile bietet das pädagogische Konzept der Mädchenschule?

 

Monoedukative Erziehung fördert die Entwicklung eines positiven Selbstbildes, die Entfaltung des Selbstwertgefühls, das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit und damit auch den tatsächlichen schulischen Erfolg von Mädchen. Dies zeigt sich am Sophie-Scholl-Gymnasium im breiten Spektrum der von den Absolventinnen gewählten Studiengänge und Berufe.

 

An Schulen mit gemischten Klassen haben Mädchen hingegen oft den Eindruck, sie seien vor allem in naturwissenschaftlichen Fächern „nicht so gut“ wie die Jungen und zeigen deshalb oft nicht die Leistungen, die sie in einem monoedukativen Unterricht erzielen können.

 

Durch das Angebot der Forscherinnenklasse ab dem Schuljahr 2018/19 für interessierte Schülerinnen der 5. Klassen wird das Profil des Sophie-Scholl-Gymnasiums als Mädchenschule im naturwissenschaftlichen Bereich weiter ausgebaut und gestärkt.

 

Das Sophie-Scholl-Gymnasium zeichnet sich innerhalb der vielfältigen Schullandschaft Münchens als eine der wenigen Schulen dadurch aus, dass seit der Gründung der Schule im Jahr 1961 durchgehend monoedukativ unterrichtet wird und die umfangreichen Kompetenzen und Erfahrungen speziell im Bereich der Mädchenförderung im Lehrerkollegium etabliert sind. Wir fördern Mädchen in allen Fächern in reinen Mädchenklassen.

 

Das Zitat von Cornelia Funke stammt aus dem FAZ-Artikel „Besser lernen ohne Jungs“.

 

Zum Thema Mädchenschule außerdem lesens- und hörenswert:

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