Schauburg gastiert mit „Haram“ am SSG

schauburg am ssg teaserDrei Ensemblemitglieder und die stellvertretende Intendantin der Schauburg waren am 19. Juli 2019 zu Gast im Klassenzimmer der 8c und führten die mobile Produktion „Haram“ auf.

Das Klassenzimmerstück des Niederländers Ad de Bont erzählt die Geschichte der drei Geschwister Houari, Aziza und Said, die am Ende der Sommerferien in Marokko plötzlich von ihren Eltern erfahren, dass sie nicht in die Niederlande zurückkehren werden. Die Eltern befürchten, dass die Kinder noch mehr an angeblich westlicher Aufsässigkeit verderben und niemandem mehr Respekt entgegen bringen. Die Jugendlichen büxen aus, lösen eine Welle der Empörung in ihrer marokkanischen Familie aus und wollen letztlich doch eine Lösung des Konflikts herbeiführen. Mehr sei nicht verraten.

 

Nach der Vorstellung sprachen die Schülerinnen mit unseren Gästen über die Inszenierung und vor allem über ihre eigenen Erfahrungen mit den moralischen Erwartungen ihrer Familien in der Türkei, in Afghanistan und im Irak (und anderswo) und ihrer Lebenswelt im Westen. Im Herkunftsland seien sie „Deutsche“ und hier „Ausländerinnen“. Manche säßen zwischen den Stühlen. Doch während einige Mädchen ähnliche Konflikte in ihrer Familie entdeckten, wurde gesagt, nicht im Herkunftsland der Eltern leben zu wollen. Andere betonten ihre Verbundenheit mit der Kultur ihrer Eltern. Viele Graustufen waren zu erkennen, wenig Schwarz-Weiß. Fremdes und Eigenes kam zum Vorschein.

 

Alle Gäste der Vorstellung bedanken sich beim Förderverein des SSG für die großzügige Bezuschussung der Vorstellung.

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