München liest – aus verbrannten Büchern
Am Mittwoch, 10. Mai 2017, fand am Königsplatz wie inzwischen seit mehr als 20 Jahren eine Gedenkveranstaltung zur Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933 statt. Das P-Seminar Geschichte Q11 „München – Hauptstadt der Bewegung“ beteiligte sich
mit einem Zeitfenster von fünfzehn Minuten an dieser ganztägigen Lesung.
Viele Autorinnen und Autoren schrieben zur Zeit der Machtübernahme durch die Nazis für Frieden, Gerechtigkeit, Freiheitsrechte und Menschenwürde für alle, gegen Nationalismus, Antisemitismus, Rassenwahn, Fanatismus und Rechtsextremismus. Deshalb wurden ihre Schriften durch die Nationalsozialisten verboten. Ihr Vermächtnis und diese Texte sind jedoch heute so aktuell wie vor 84 Jahren.
Unser Dank geht zunächst an den Organisator dieser Dauerlesung, Herrn Kastner. Wir möchten uns aber gerade auch bei den Institutionen bedanken, die uns im Halbjahr 11/2 so viele Einblicke in die Gedenk- und Erinnerungskultur in München ermöglicht haben: das NS-Dokumentationszentrum, die DenkStätte Weiße Rose und auch das MPZ.
Peter Busl, im Namen der Schülerinnen des P-Seminares Geschichte Q11
Um 10.00 Uhr stellte der Künstler Wolfram P. Kastner im Rasen des Königsplatzes vor der Antikensammlung an der Stelle der Bücherverbrennung von 1933 einen Brandfleck her – damit kein Gras über die Geschichte wächst.
„Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“ Heinrich Heine (1821)