Moschee-Besuch in der 7. Jahrgangsstufe

teaser moscheeIm Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts fand auch in diesem Jahr für die 7. Jahrgangsstufe ein Moschee-Besuch statt.

 

Am 15. März (7A) und am 26. April (7B/C) ging es in Begleitung der Ethik- und Religionslehrkräfte in die Pasinger Moschee. Der Pasinger Moscheeverein, offizieller Kooperationspartner der Landeshauptstadt München, steht für einen aufgeklärten Islam und setzt sich in besonderem Maße für die Förderung des interkulturellen und interreligiösen Dialogs ein.

 

Vor Ort gewährte uns der dortige Kulturreferent, Herr Dr. Onur, Einblicke in den Islam und das religiöse Leben gläubiger Muslime. In seinem Vortrag ging er immer wieder auf die Gemeinsamkeiten zwischen Islam, Christentum und Judentum ein und beantwortete die Fragen der Schülerinnen.

A. Hilker

 

Ein Erfahrungsbericht aus der 7cnormalbild moschee

 

Als wir in der Moschee ankamen, wurden wir gleich von Herrn Dr. Onur empfangen und in eine Art Aufenthaltsraum gebracht, der mit Bildern von Mekka geschmückt war und auch eine Digitaluhr besaß, die die Gebetszeiten anzeigte. An der anderen Wand hing eine Tafel, an der kleine Metallplättchen hingen, auf denen die Namen verschiedener Sponsoren eingraviert waren. Wir setzten uns alle und Herr Dr. Onur begann mit einem kurzen Einblick in die Geschichte der Moschee. Er hob hervor, dass sie seit geraumer Zeit Führungen wie diese anboten, da das allgemeine Interesse am Islam gestiegen war. Dann erklärte er, was der Islam allgemein bedeutet. Darauf folgten Einzelheiten, wie z.B. die fünf Säulen des Islam, wofür sie stehen und welche Bedingungen man erfüllt haben muss, bevor gläubige Muslime nach Mekka pilgern dürfen. Danach kamen Details über Mekka, unter anderem wie oft man um den schwarzen Steinblock Kaabr pilgern muss (sieben Mal) und was dieser bis heute enthält. Danach wandten wir uns dem Gebet zu und erfuhren, in welche Richtung und zu welchen Zeiten man betet und dass die Muslime einen Mondkalender verwenden, weshalb sich die Fastenzeit Ramadan jedes Jahr verschiebt. Anschließend führte uns Herr Dr. Onur in die Waschräume, wo er uns zeigte, in welcher Reihenfolge man sich vor dem Gebet wäscht, was man macht, wenn man keine Zeit dafür hat, und wann man sich wieder waschen muss. Nun führte er uns eine Treppe hinauf und wir gelangten in den Gebetssaal, einen hellen großen Raum, der kreisrund war und eine gewölbte Decke mit Bemalungen darauf hatte, von dem ein riesiger Kronleuchter hing. Der Teppichboden hatte spezielle Muster, die eine Art Markierung waren, sodass man keinen eigenen Gebetsteppich mitnehmen muss. Hier setzten wir uns und Herr Dr. Onur erzählte uns einiges über den Imam, was seine Aufgaben sind und wo er im Gebetssaal steht. Außerdem erfuhren wir, dass für gläubige muslimische Männer das Freitagsgebet Pflicht ist, für die Frauen hingegen nicht unbedingt. Dann erklärte er ausgiebig, bis wohin Frauen und Männer sich zu bedecken haben. Am Ende beantwortete er Fragen der Schülerinnen und Lehrkräfte. Wir verabschiedeten uns, gingen nach draußen und machten eine kurze Pause, in der wir uns in Ruhe über das Gehörte unterhielten und noch etwas aßen, da es zwischendurch keine Pause gegeben hatte. Dann machten wir uns auf den Rückweg in die Schule, um den regulären Unterricht fortzusetzen. Rückblickend war es ein interessanter Ausflug, den man so schnell nicht vergessen wird.

 

Mayara und Alina, 7c

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