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Aktion des „Zentrums für Politische Schönheit“

teaser aktion pol bildNachbesprechung mit dem Intendanten der Münchner Kammerspiele

Im letzten Schuljahr fand am 26. Juni eine Aktion des Berliner „Zentrums für Politische Schönheit“ an der Schule statt, bei der durch die Verteilung einer fiktiven Broschüre „Scholl 2017“ zu Flugblattaktionen gegen Diktaturen in aller Welt aufgerufen werden sollte. Die Aktion wurde von den Münchner Kammerspielen initiiert und führte durch ihren nicht leicht erkennbaren Fakecharakter zu erheblicher Verunsicherung und auch zu starker Verärgerung bei Schülerinnen, Lehrkräften und Eltern. Nicht nur wurde hier das Gedenken an Sophie Scholl für eine politsatirische Aktion instrumentalisiert, es wurden dabei auch die Persönlichkeitsrechte von Schülerinnen und Lehrkräften verletzt, indem diese fotografiert und die Bilder ins Netz gestellt wurden.

In einem Brief des Intendanten der Kammerspiele an den Elternbeirat sowie in einem persönlichen Gespräch an der Schule haben sich Herr Lilienthal und der vor Ort für die Aktion verantwortliche Mitarbeiter der Kammerspiele, Herr Valdés-Stauber, nun ausdrücklich für die im Rahmen der Aktion des „Zentrums für Politische Schönheit“ erfolgten Verletzungen der Persönlichkeitsrechte von Kindern entschuldigt. Gleichzeitig warb Herr Lilienthal dafür, dass auch an Schulen Kunst im öffentlichen Raum möglich sein sollte und bot eine zukünftige Zusammenarbeit der Schule mit den Münchner Kammerspielen bei Theaterprojekten an.

Auf dem Bild sehen Sie von links nach rechts: Herrn Valdés-Stauber, Herrn Lilienthal (Intendant der Münchner Kammerspiele), Frau Depuhl (Vorsitzende des Elternbeirats), Frau König und Herrn Vonbrunn

Bernhard Vonbrunn